Jon Lord, Bach und Mahler?

      Jon Lord, Bach und Mahler?

      Hallo, ich bräuchte eure Hilfe beim Entdecken von möglichen JL-Zitaten. 1. Von irgendeinem zeitgenössischen Musiker stammt das Zitat: "Musik beginnt und endet mit Bach." Ich habe es weder auf Deutsch noch auf Englisch durch googeln gefunden. Ein Freund sagte mir, es stamme möglicherweise von Jon Lord. Nun ist/war JL ein großer Fan von Bach, aber ich kann micht nicht erinnern, es in einem JL-Interview jemals gelesen zu haben. (Ich meine mich sogar dunkel zu erinnern, dass es ein anderer gesagt hat, aber wer?). Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen? 2. Absolut sicher bin ich mir, dass JL in mindestens einem Interview Mahler als seinen Lieblingskomponisten bezeichnet hat und sagte, wenn er auf eine einsame Insel eine Platte mitnehmen dürfte, wäre sie von Mahler. Nur: Wann und wo hat er das gesagt? Gruß Bad Attitude

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      Re: Jon Lord, Bach und Mahler?

      http://com3.runboard.com/bdeeppurplefanforum Ich meine mich auch an eine Bemerkung Gustav Mahler auf THS zu erinnern meine aber das einer der Editoren das als Inselplatte erwähnt hätte(aber im zusammenhang mit einem Jon Lord Thema). Könnte aber gut sein, wenn Bach und Mahler auch wirklich seeeehr unterschiedliche Komponisten sind. Von Mahler mag ich vorallem die Lieder(Das Lied von der Erde und vorallem "Ich bin der Welt abhanden gekommen" aus den Rückertliedern ist einfach wunderbar) die Symphonien 5 und 9 sind aber ebenfalls ein muß.

      Re: Jon Lord, Bach und Mahler?

      „Ich liebe dieses Album mehr als jedes andere, das wir gemacht haben“, meint Jon Lord. „Die Energie und all die Ideen, die wir im Tourbus, in stinkigen Umkleideräumen, Schulen, Konzerthallen gesammelt hatten, und vor allem in diesem wunderbar schäbigen und hallenden Übungsraum in Hanwell, machten aus IN ROCK ein Album, das für mich eine Ära und einen Stil definierte. Das ist die Platte, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde (mit ein paar Mahler-Sachen selbstverständlich).“ So steht's in unserem Buch. Da wir auf Grund der Lesbarkeit meistens auf genaue Quellenangaben verzichtet haben, weiß ich leider auch nicht (mehr), woher das Zitat stammt. Aber vielleicht kann Euch der Meister Sailer helfen, der ist für die Passage verantwortlich. Beste Grüße: Jürgen PS: Bach ist Blackmores und Lords eigentlicher Schnittpunkt, und wenn ich mich nicht irre, stammt der Ausspruch "Mit Bach beginnt und endet die Musik" von Blackmore.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass Jon Lord und Ritchie Blackmore der Meinung waren, dass die (authentische) Musik mit Bach anfange und zugleich ende. Die Wiener Klassik (Mozart, Haydn, Beethoven) und auch die Romantik (mitsamt Spätromantik, Mahler) bauten auf Bachs Harmonik auf. Erst in der Klassischen Moderne tauchte plötzlich der Gedanke auf, die Musikgeschichte noch einmal neu schreiben zu müssen - mit der sogenannten Zwölftontechnik in der neuen Wiener Schule (Schönberg, Berg). Theodor W. Adorno war selbst Anhänger dieser 'neuen' Richtung und zu Lebzeiten hatte er oft Kontakt mit Schönberg. Ich selbst habe von Adorno (über seinen Lieblingsschüler) unendlich viel gelernt, aber auf diesem Gebiet kann ich ihm nicht folgen. Rock on! nainallig

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      Ich mag einiges klassssi... klasssissccccch... klasicch., einiges Altes (*) gerne, kenne mich aber damit gar nicht aus. Bin auch kein Musiker. Es muss einfach gut klingen.
      Klassik ist die Rockmusik von damals.

      Allerdings höre ich es nur nebenbei. Es darf nicht zu schwer sein (Wagner), aber auch nicht zu klimperig (Chopin). Außedem muss es leicht zugänglich sein und bitte keine Sopranisten (die Saxophone von damals). Mit Gesang lieber Operette als Oper.
      Ich mag einiges von Bach, Mozart, Elgar, aber auch Lehar oder Strauss Jr. aber die Verbindung, die Jon Lord geschaffen hat, ist ideal.


      (*) danke, Heinz Erhardt - auch ein Klassiker...



      ...I See A RAINBOW Rising...
      ...Today Is Only Yesterdays Tomorrow...
      "Mit Bach beginnt und endet die Musik"

      Diesen Satz kann kein Komponist wörtlich meinen. Damit unterstreicht er seine eigene Bedeutungslosigkeit, und in letzter Konsequenz schafft er sich selbst ab. Das haben/hatten sicher weder Blackmore noch Lord im Sinn. Dass beide große Stücke auf Bach halten/hielten, ist natürlich hinlänglich bekannt und an vielen Stellen zu hören.

      Das Zitat stammt sinngemäß vom Komponisten und Organisten Max Reger. Der genaue Wortlaut: "Sebastian Bach ist für mich Anfang und Ende aller Musik; auf ihm ruht und fußt jeder wahre Fortschritt." Mit dem Nachsatz klingt die Aussage schon deutlich differenzierter.

      Für mich ist Bach der wichtigste Komponist, ein Wegbereiter für die musikalische Entwicklung in den folgenden Jahrthunderten. Kopmponisten der Wiener Klassik, der Romantik oder des Impressionismus haben aber natürlich ihren ganz eigenen Stellenwert: Ob Mozart, Beethoven, Chopin oder Debussy, jeder für sich klingt einzigartig und wertvoll. Ohne jeden Einzelnen wäre die Welt ärmer.

      P.S. Wie Chopin hat zuvor niemand für das Klavier komponiert. Sorry, Kalle, aber "klimperig" ikann ich nicht stehen lassen... ;)

      Kalle schrieb:

      bitte keine Sopranisten (die Saxophone von damals). Mit Gesang lieber Operette als Oper.

      Das verstehe ich nun gar nicht. Anna Netrebko hat eine - ausnahmsweise benutze ich den sonst etwas abgenutzten Ausdruck mal - Jahrhundertstimme, und sie ist Sopranistin. Wenn sie beispielsweise in Mozarts "Don Giovanni" die weibliche Hauptrolle spielt, spüre ich ein ums andere mal nichts als Gänsehaut. Rock on! nainallig
      Das mit den Saxophonen und den Sopranistinnen ist genau das gleiche Problem: Mit wenigen Ausnahmen (Netrebko, Caballe,...) sind sie leider sehr oft schrill in den Höhen.
      Beide verursachen dann bei mir auch Gänsehaut, nur nicht die von der angenehmen Sorte.
      Mein Vater pflegte zu sagen "Schrämmhammer und Flex" :D
      Be what you are, I tell myself
      And myself tells me we can't be anybody else
      und wie ist das mit E-Gitarren in den höchsten Tönen? Oder gar Synties?? Zu hohe Synties fördern den Ohrenkrebs und bei zu hoch kreischenden E-Gitarren gibt es für uns längerhaarige so gelbe Schaumgummistopfen. Und bei Sopranistinnen hilft nur die Flucht. Keep on rockin
      ,,,d(^L^)b,,,

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      heavy metal gmbh schrieb:

      und wie ist das mit E-Gitarren in den höchsten Tönen? Oder gar Synties?? Zu hohe Synties fördern der Ohrenkrebs und bei zu hoch kreischenden E-Gitarren gibt es für uns längerhaarige so gelbe Schaumgummistopfen. Und bei Sopranistinnen hilft nur die Flucht. Keep on rockin


      Gitarre ist etwas gaaaanz anderes. :thumbsup:
      Obwohl... da gibt es auch Sachen, die ich nicht unbedingt mag: Einiges von Lee Ritenour oder Frank Zappa zum Bleistift.
      Andererseit liebe ich Bernie Tormé (RIP), der ja sehr schräg ist.... Und Iommi live in den 70ern ohne Rückkopplung geht gar nicht....



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