Interview

      Deep Purple hatte drei sehr unterschiedliche Bassisten - alle auf Ihre Art sehr gut.
      Simper fiel 68/69 und bei Warhorse natürlich dadurch auf, dass er mal relativ typische Beatläufe spielt und mal sehr experimentell anspruchsvoll. Das liegt aber auch an der Zeit. Bei den ersten drei Alben wurde halt viel probiert.

      Technisch versiert war (und ist) natürlich auch Hughes. Abeer auch von Roger gibs sowohl damals aber auch heute tolle Bassläufe.

      Kalle



      ...I See A RAINBOW Rising...
      ...Today Is Only Yesterdays Tomorrow...
      Habe gerade mal early Deep Purple gegoogelt. Fand dann zuerst das

      ROGER GLOVER Says RITCHIE BLACKMORE Should Have Gone Out Under His Own Name Instead Of Resurrecting RAINBOW


      blabbermouth.net/news/roger-gl…-of-resurrecting-rainbow/

      und dann dies


      Mark Dean: Ever had any thoughts on writing a book?

      Roger Glover: I’m in the process.

      Mark Dean: Oh, please enlighten me on that. What stage is that it?

      Roger Glover: The problem is, the more I write the more there is to write. I’ve got to find a way to stop. I’ve still got a long way to go. I’ve probably got about an eighth of the book written. Who knows, it may turn out to be a quarter. It’s a short book.


      antiheromagazine.com/interview-roger-glover-of-deep-purple/

      Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das ein dünnes Buch werden wird. :2up:
      keep the freak flag flying!

      Bombenleger schrieb:

      Zu dem Satz hier was Roger sagt «Ich bin ein ordentlicher Bass-Spieler, als Musiker und Instrumentalist komme ich aber nicht an diese grossen Virtuosen heran»....es gibt ja Stimmen, die behaupten Nick Simper wäre der bessere Bassist gewesen. Ist da was dran?

      ​Es entzieht sich meiner Kompetenz, zu entscheiden, wer der bessere Bassist wäre. Aber mir ist nicht bekannt, dass Nick Simper ein besonders guter Songwriter oder gar ein guter Musikproduzent ist bzw. war. Ganz zu schweigen von den Fähigkeiten eines Mediators, der in der Lage ist, eine Band in schweren Krisenzeiten zusammenzuhalten. Mir ist aber bekannt, dass Roger in all den genannten Kompetenzen wahrhaft Großes geleistet hat. Wir alle freuen uns auf "inFinite". Hätte Roger in Sachen Mediation nicht so großartige Leistungen vollbracht, dann hätten wir uns nicht einmal mehr auf "The Battle rages on" freuen können, ganz zu schweigen von all dem, was DP danach gemacht haben. Allein dafür möchte ich mich bei Roger ganz, ganz herzlich bedanken. Rock on! nainallig

      missusuniverse schrieb:

      Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das ein dünnes Buch werden wird.

      ​Understatement, liebe Yvonne, Understatement! Du kennst doch Roger und seine geradezu notorische Bescheidenheit. Überhaupt hast du da ein großartiges Interview gefunden mit einem höchst nachdenklichen Roger Glover. Interessant finde ich auch seine Gedanken zur Unmöglichkeit, eine Setlist zu finden, die wirklich alle Fans zufriedenstellt. Natürlich können sie auf Songs wie SotW oder ST nicht verzichten, eben wegen der Gelegenheits- und Neufans.
      Schade übrigens, dass "God only knows" niemals von DP performed wird. Allzu gern hätte ich diesen wunderschönen Beach Boys-Song in einer Version unserer Helden gehört. Rock on! nainallig

      nainallig schrieb:


      ​Es entzieht sich meiner Kompetenz, zu entscheiden, wer der bessere Bassist wäre. Aber mir ist nicht bekannt, dass Nick Simper ein besonders guter Songwriter oder gar ein guter Musikproduzent ist bzw. war. Ganz zu schweigen von den Fähigkeiten eines Mediators, der in der Lage ist, eine Band in schweren Krisenzeiten zusammenzuhalten. Mir ist aber bekannt, dass Roger in all den genannten Kompetenzen wahrhaft Großes geleistet hat. Wir alle freuen uns auf "inFinite". Hätte Roger in Sachen Mediation nicht so großartige Leistungen vollbracht, dann hätten wir uns nicht einmal mehr auf "The Battle rages on" freuen können, ganz zu schweigen von all dem, was DP danach gemacht haben. Allein dafür möchte ich mich bei Roger ganz, ganz herzlich bedanken. Rock on! nainallig


      Es stellt sich sowieso generell die Frage, was einen guten Musiker ausmacht, nicht nur ob er sein Instrument beherrscht...zieht man alles andere mal mit ein, was du erwähnst und stellt Roger Glover Ritchie Blackmore gegenüber, dann müßte Roger entgegen seiner eigenen Meinung in dem Interview eigentlich ein weitaus besserer Musiker als Ritchie sein, weil dieser weder in der Lage ist, in Krisenzeiten eine Band zusammenzuhalten und auch produktionstechnisch sehr wenig bis gar keine Erfahrung verfügt, da er nie als Produzent gearbeitet hat *gr*
      BLESS SUNDAY WITH BLACK SABBATH!

      Bombenleger schrieb:

      Es stellt sich sowieso generell die Frage, was einen guten Musiker ausmacht, nicht nur ob er sein Instrument beherrscht...zieht man alles andere mal mit ein, was du erwähnst und stellt Roger Glover Ritchie Blackmore gegenüber, dann müßte Roger entgegen seiner eigenen Meinung in dem Interview eigentlich ein weitaus besserer Musiker als Ritchie sein, weil dieser weder in der Lage ist, in Krisenzeiten eine Band zusammenzuhalten und auch produktionstechnisch sehr wenig bis gar keine Erfahrung verfügt, da er nie als Produzent gearbeitet hat *gr*

      ​"I'm the Greatest!" - das gehörte nie zu Rogers Repertoire und passt auch nicht zu seiner Persönlichkeit. Er selbst erzählt ja gern von einem Vorfall in seiner Jugend, als er einem Musiker der Shadows (nicht Hank Marvin) begegnete, der für ihn ein absoluter Star war, der sich dann aber als ganz freundlicher Zeitgenosse erwies und die Jungs erst einmal zu sich ins Haus holte und ihnen einiges über seine Musik erzählte. Roger nahm sich diesen Musiker zum Vorbild und verhielt sich seinen Fans gegenüber ebenso - bis zum heutigen Tag. Als ich ihm 2015 in Hamburg begegnete, hatte ich von vorn herein nicht das Gefühl, einem (unnahbaren) Riesenkünstler zu begegnen, sondern einem Menschen, mit dem ich am liebsten in eine urgemütliche Hamburger Kneipe gegangen wäre, um gemeinsam 1, 2, 3,... Biere zu trinken und über Fußball (was sonst?) heiß zu diskutieren.
      ​Aber Vorsicht: Hinter dieser bescheidenen Fassade steckt ein ungemein scharfer und wacher Geist. Allein das erhöht meine kaum noch zu zügelnde Erwartung auf das DP- (oder autobiographische) Buch, das hoffentlich bald auf dem Markt erscheint.
      Nein, "I'm the Greatest!" hat jemals nur zu einer einzigen Person gepasst, zu Muhammad Ali. Und nur er traf mit diesem Spruch zu 100% die Wahrheit. Rock on! nainallig

      missusuniverse schrieb:


      Interview mit Roger in der Berner Zeitung. Ich weiß nur nicht, warum die schreiben, das neue Album wäre nicht innovativ. :roll:


      Das ist doch klar:
      Weil es noch handgemacht ist. Handgemacht = altmodisch = nicht innovativ.

      Ich brauche "innovativ" nicht. Daher gefällt mir auch der "Roadhouse Blues".

      Kalle



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      Einige "Journalisten" wollen uns glauben machen, Deep Purple müsse mit jedem Album das Rad noch einmal neu erfinden. Liebe Journalisten, schreibt es euch ein für allemal hinter die Ohren: ​Einmal reicht!!
      Aber immerhin erleben wir in diesem Interview eine Welturaufführung: Roger Glover klopft sich wegen einer erbrachten Leistung mal selbst auf die Schulter. Lieber Roger, bei allem, was du für die Band (und damit auch für uns Fans) schon geleistet hast: Eine solche Geste hätte ruhig schon viel früher und viel öfter kommen können. Rock on! nainallig