"inFinite - The Long Goodbye Tour" Deutschland 2017

      Ich war gestern Abend in Berlin dabei, als Abschluss meiner "kleinen" Tour und ich stelle fest, dass das Berliner von drei sehr guten Konzerten (Köln, Leipzig, Berlin) noch etwas herausragt. Ian war super gut drauf, die Stimme sehr druckvoll und die Stimmung im Saal und auf der Bühne einfach nur genial! Bilder und weitere Eindrücke folgen, ich hänge noch durch, man steckt das nicht mehr so weg, deshalb habe ich auch soviel Respekt vor den Musikern, also bis demnächst mal ausführlicher...
      Ein vergleichsweise guter Kommentar in der Morgenpost, obwohl "Now What?!" falsch datiert ist (vor 2 Jahren). Geschmäcker dürfen ruhig verschieden sein. Der Kommentator bemerkt, es hätten gern mehr 'Klassiker' im Programm sein können. Ich hingegen bin gerade froh, dass vergleichsweise viele aktuelle Songs in die Setlist gelangten. Die Mischung macht's. Rock on! nainallig
      Die Aussprache des Namens ist gewöhnungsbedürftig: "Aien Dschillen" habe ich so noch nicht gehört, aber gewiss weiß, wie eigentlich immer, die "Bild" alles besser. Ich habe mal den umgekehrten Fehler gemacht, als ich backstage Roger Glover gefragt habe, wie es denn seiner Tochter Gillian geht. In gedachter Analogie zum Nachnamen des DP-Sängers sprach ich den Namen "Gillien" aus. Roger korrigierte mich sofort und sagte "Dschillien" - und der Papa muss es doch nun wissen.
      Deprimierend (jedenfalls ein wenig) ist, dass Ian Gillan so direkt wie noch keiner vor ihm erklärt hat, dass diese Tour nun wirklich die definitiv letzte ist. Die anderen ließen immer noch einen Spalt breit die Hintertüre offen. Rock on! nainallig

      Berlin, 13.06.2017

      Hier noch mal meine Eindrücke vom Konzert in Berlin, auch ich hatte eine nervende Anfahrt, Baustellen ohne Ende. Nachdem ich in Köln ohne Begleitung war, (ok, man ist ja nie so ganz allein und kommt mit den Umstehenden ins Gespräch) in Leipzig meine kleine Schwester (Mitte 40 :D )mich begleitete , war dieses Mal das Auto fast voll, die Tochter mit Freund und einem weiterem Freund der beiden, alle Ende 20, Anfang 30 und alle freiwillig dabei. Für die beiden jungen Männer war es ihr erstes Deep Purple Konzert, die Tochter begleitet mich schon einige Jahre.
      Die Halle kannte ich schon von anderen Konzerten, u.a. Eric Clapton, Foo Fighters, aber bisher hat es nie mit Stehplätzen geklappt, so dass dieser Bereich für mich neu war. Unten im Saal wirkt die Halle kleiner als oben von den Sitzplätzen, sie war recht gut gefüllt, der obere Rang war abgehängt, so dass die leeren Plätze nicht störten.
      Es waren zwei Vorbands am Start, zuerst ca 30 Minuten Sienna Roots aus Schweden, das war ganz ok, von den Instrumenten war es dieselbe Besetzung wie Deep Purple und auch vom Stil ging es in diese Richtung. Danach durften Monster Truck knapp 40 Minuten loslegen, wenn man sie dreimal in einer Woche sieht und hört, dann fesselt es mich nicht mehr so sehr und dieses ist der Unterschied zur Hauptband. Alle Ansagen waren immer gleich, am besten gefiel mir der Song, der immer als Blues angesagt wurde.

      Dann Deep Purple, die Verwendung von Superlativen wird meiner Meinung nach heute ziemlich übertrieben, in TV-Shows, von Zeitungsleuten und (seltsamen) Präsidenten, aber hier bei den Konzerten mit diesen fabelhaften Musikern, hier passt jede Vokabel! Ohne jetzt einzeln auf die Setliste einzugehen, z. B. Lazy war so irre gut oder bei Hell To Pay fiel mir auf, so sehr alt ist der Song ja noch nicht, aber er klingt schon so vetraut und passt perfekt in diesen Rahmen. Der Sound, die Lichtshow, das was über die große Leinwand lief, alles perfekt. Ich stand da und bin immer wieder erstaunt, mit welcher Energie und Wucht gerade die ersten Songs gespielt werden, das haut mich immer um!
      Im Vergleich zu den sehr guten Konzerten in Köln und Leipzig war dieses Konzert noch einen Hauch besser, weil die Kommunikation, die Gesten der Band untereinander noch etwas ausgeprägter, intensiver war, insbesondere Ian war in absoluter Höchstform.
      Ich hoffe schwer, es war nicht mein letztes Konzert mit ihnen! Diese Hoffnung teile ich mit der "Jugend", auch die waren echt begeistert.
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      nainallig schrieb:


      Deprimierend (jedenfalls ein wenig) ist, dass Ian Gillan so direkt wie noch keiner vor ihm erklärt hat, dass diese Tour nun wirklich die definitiv letzte ist. Die anderen ließen immer noch einen Spalt breit die Hintertüre offen. Rock on! nainallig


      Man muss schon sehr genau hinhören. Ian hat gesagt "this is the last proper tour". Wenn man proper tour mit world tour übersetzt, hat auch er sich ein Hintertürchen offen gelassen.

      Der Name Ian ist schottisch-gälischer Herkunft und abgeleitet von Johannes. (Sein Vater war ja Schotte.)
      keep the freak flag flying!
      Stimmt, genau so haben es mir beide Ians erklärt: Das ist die letzte - große - Tour die sie machen.
      Ian P. hat dann noch hinzu gefügt, dass sie sich durchaus vorstellen können, Konzerte wie zum Beispiel die Stones zu geben, eher vereinzelt und dafür etwas größer im Rahmen.

      Also nicht verzweifeln, die Jungs bleiben uns sicher noch etwas länger erhalten.

      strangerinusall schrieb:

      Recht beachtliche Konzertkritiken zum Berliner Konzert lesen sich bei Berliner Morgenpost oder Berliner Zeitung.

      ​Natürlich sind auch diese Artikel nicht auf dem Berge Sinai geschrieben worden, aber nachdem man - fast verdurstet - die Expedition durch die Stuttgarter Pressewüste einigermaßen heil überstanden hat, ist man schon froh, dass hier zwei Journalisten geschrieben haben, die sich etwa auf der Höhe des Gigs befunden haben und das auch in ihren Artikeln zum Ausdruck brachten. Rock on! nainallig