"inFinite - The Long Goodbye Tour" 2018

      Das ist richtig. Laut Metalhammer war die 1994er Tour zur Hälfte ausverkauft, sodaß in kleinere Hallen ausgewichen wurde. Nach Ians Worten war das jedoch egal, denn der "Verrückte" war endgültig weg und mit Satriani war man glücklich. Ein Konzert habe ich mir damals angesehen, in Bielefeld. Grausam. Der Gitarrist spielte die Stücke Note für Note originalgetreu nach, keine Idee, keine Improvisation, nichts. Es hat ungefähr geklungen, als hätte ein Studiomusiker den Gitarrenpart übernommen. Satriani ist zweifelohne ein fähiger Mann an der Gitarre, aber für DP war er nicht der richtige. Nun, es ist lange her und gut ist. Keep on rockin
      ,,,d(^L^)b,,,

      Naja, Satriani ist eingesprungen. Hätten die ein Album gemacht und wäre Joe dann mehr aus sich rausgekommen, wäre es schon sehr interessant gewoden.

      Ich fand z. B. die seinerzeit gespielte Version von "Knocking At Your Backdoor" richtig gut - wenn auch nicht ganz so gut, wie sie vor ein paar Jahren Demon's Eye gespielt hat.



      ...I See A RAINBOW Rising...
      ...Today Is Only Yesterdays Tomorrow...
      Auf der Lore Ley sollte auch ein Open Air stattfinden. DP als Headliner. Wir hatten Karten, Hotelzimmer waren auch gebucht; das Rheintal ist aber auch sehr schön, um einige Tage dranzuhängen, und die Fahrt von Köln zur Lore über die A3 war auch klasse. Oben angekommen mussten wir dann leider feststellen, das Festivalgelände war verschlossen, es standen verstreut einige Trucks rum und einige wenige Fans und viele Touris saßen und liefen herum. Da schwante einem schon übles. Einer der örtlichen Veranstalter rückte dann gegen Mittag mit der Nachricht raus: Konzert fällt aus, Bands sind wieder abgereist, Geld ist beim Ticketservice zurück zu fordern. Und genau das wurde zu einem schriftlichen Kleinkrieg. Erst nach wüstesten Drohungen bekamen wir dann unser Geld zurück. Tja, das war 1994 im Sommer. Wie hieß das Lied von Brian Adams? In the Summer of 94. oder so ähnlich. Aber die Tage die drangehängt wurden, waren ein Ausgleich für ein ausgefallenes Open Air. Und im net findet man schon gar nichts mehr darüber. So dürfte es damals bei einigen Veranstaltungen gegangen sein. Keep on rockin
      ,,,d(^L^)b,,,

      Ritchie-Boy schrieb:

      Ian Gillan erzählt seit Jahren die Geschichten, die Ritchie involvieren, immer so, wie er sich gerne an sie erinnern würde. Mit der Realität hat das aber teilweise nur sehr wenig zu tun. Er kann gut lügen.




      Ich finde die immer wiederkehrenden Behauptungen "der lügt"; "der hat...." "die Band wollte dieses, jenes..." "Blackmoore wollte aber...." usw ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Wer weiß denn schon, was wirklich passiert ist, damals in den 90ern, als es bei Deep Purple offensichtlich drunter und drüber ging.

      Selbst, was man aus der Presse oder vielleicht von Bandmembern bekannt ist, muss nicht 100% stimmen.
      Von mir selbst weiß ich, ich sage in Rage schnell mal was, das so nicht gemeint ist. Oder man erinnert sich nicht korrekt

      Kann man nicht einfach die ganzen alten Geschehnisse auf sich beruhen lassen??!

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      Ritchie-Boy, ich nehme an wenn man dich fragen würde, was vor einem Vierteljahrhundert bei deiner Arbeit so passiert ist, würdest du vielleicht auch nicht immer exakt antworten können. Speziell wenn du bereits die Siebziger überschritten hast.

      Bei Musikern geht es oftmals darum, wie sie sich bei ihrer Arbeit gefühlt haben, und unter diesem Gesichtspunkt ist die Aussage von Ian ziemlich sicher gerechtfertigt.
      Mal ganz abgesehen davon, dass Ian ja dutzende Interviews in der Woche gibt, und dass sich da gewisse Standard-Antworten einschleichen - oder "einschleifen" - ist auch klar. Man sagt etwas einmal, wiederholt es beim nächsten Mal, und so weiter. Wer solche Aussagen jedes Mal auf die Goldwaage legt, hat ohnehin ein Problem, da sie sicherlich nicht als "Fakt" zu bewerten sind.

      Ich würde mal ganz ketzerisch behaupten dass 80 Prozent von dem, was Musiker so im Laufe eines Tages in Interviews von sich geben, eh nur "heiße Luft" ist :pooo:
      Be what you are, I tell myself
      And myself tells me we can't be anybody else

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      Mir ist es ehrlich gesagt egal wie voll die Hallen 1993 waren und ob das 1994 anders war.

      Beide, Ian und Ritchie sind in dieser Hinsicht ziemlich festgefahren, was man mit 73 Jahren meiner Meinung nach auch sein darf. Sie haben sich beide eine Erklärung für das Desaster von 1993 gesucht, die für sie selbst sehr bequem ist. Ian behauptet fortlaufend, dass die '93er schlecht besucht war und Ritchie unterstellt Gillan, seine Stimme wäre damals am Ende gewesen und er hätte "aus dem letzten Loch gepfiffen", was, wenn man sich Mitschnitte von damals anhört wohl auch nicht stimmt. Das alles ist 25 Jahre her. So what.
      Viele Grüsse, Jonas 8)