Ian Gillan Band

      Ian Gillan Band

      Kennen vielleicht nicht alle:

      Ende der 70er Jahre hatte Ian Gillan seine "Ian Gillan Band". Diese hat nichts zu tun mit der Band "Gillan", die er danach hatte.

      "Gillan" war Heavy Rock, teilweise sogar Heavy Metal.

      Die "Ian Gillan Band" war Jazzrock !!!!!!!

      Besetzung:

      Ian Gillan - Vocals
      Colin Towns - Keyboards + Flöte! (den hat er mitgenommen zu "Gillan")
      Ray Fenwick - Lead Guitar
      John Gustafson - Bassguitar (Er sang übrigens "Simon Zealotes" bei Jesus Christ Superstar - starb leider vor ein paar Jahren).
      Mark Nauseef - Drums (spielte auch mal live bei Thin Lizzy - ein irre guter Drummer! War vorher Percussionspieler bei Elf (mit Dio))

      Colin Towns hat viel Filmmusik gespielt und leitet heute soviel ich weiß manchmal die NDR-Bigband und das NDR-Sinfonieorchester.

      Die Ian Gillan Band hat drei Studioalben herausgegeben:

      - Child In Time (1976) - Produziert von Roger Glover

      - Scarabus (1977)

      - Clear Air Turbulence (1978) - mit Bläsern!

      Außerdem ein Livealbum - "Live At Budokan".

      Das Live Album gefällt mir am Besten und "Scarabus" mag ich auch sehr.

      Aber es ist Jazzrock!!!! Gewöhnungsbedürftig.

      Ich habe zwei Promovideos - allerdings leider mit sehr schlechtem Sound
      gefunden. die LP's hatten TOP Sound.

      "Scarabus"



      "Mad Elaine"



      "Child In Time" Live



      Bei "Child in Time" ist der Sound ganz gut! aber die Version ist VÖLLIG
      ANDERS, als bei Deep Purple. Unbedingt durchsehen. Mir gefällts. So
      könnte es Gillan vielleicht noch heute singen.

      Der Drummer ist klasse. Der Gitarrist auch nicht schlecht (außer der Haarschnitt - ich habe eine gute Bekannte in Hamburg, die hat einen ähnlichen Haarschnitt :wink: ).

      Kalle



      ...I See A RAINBOW Rising...
      ...Today Is Only Yesterdays Tomorrow...
      Ein interessantes Projekt. Die Version von "Child in Time" ist dann, wenn man die DP-Versinen vorher gehört hat, sehr gewöhnungsbedürftig, aber am Ende durchaus hörenswert. Die Version erinnert ein wenig an "Focus". Das alles habe ich ja auch mal in einem aviator-Review geschrieben. Zerbrochen ist diese Band übrigens an "Fighting Man", das Colin Towns sehr bewusst wieder näher am DP-Stil komponiert hatte, denn er war der (berechtigten) Meinung, die Band dürfe ruhig kommerziell etwas erfolgreicher sein. Die anderen Mitstreiter hielten das für Verrat an ihrer eigenen Musikphilosophie. Ian Gillan stand von vorn herein auf Colin Towns Seite. Er löste aber nicht einfach die Band auf (was wahrscheinlich auch möglich gewesen wäre), sondern verließ seine eigene Band, um dann "Gillan" zu gründen. Rock on! nainallig
      Also, ich wüsste nicht, dass Colin Towns jemals was mit dem NDR Sinfonieorchester zu tun hatte. Aber mit der NDR Big Band hat er viel zusammen gearbeitet, war eine zeitlang "Composer in Residence".

      Es grüßt die Bekannte :wink:
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      keep the freak flag flying!
      Ich weiß noch wie schwer die Platten in den 80ern zu bekommen waren. Ich hatte irgendwann im Radio schon das Budokan Konzert gehört, insofern war ich vorbereitet und der Kulturschock nicht ganz so groß, als ich Child In Time oder Scarabus das erste mal auf den Plattenteller verfrachtete. Allerdings ist das auch für ich sehr gewöhnungsbedürftig gewesen und so recht anfreunden kann ich mich bis heute nicht damit. Aber die Platten halte ich in Ehren.

      Um mal Kalle's These aufzugreifen, daß Gillan teilweise Heavy Metal waren...die Musik auf Mr Universe und späteren Alben war nicht mal ansatzweise Heavy Metal, weil ich unter HM etwas ganz anderes verstehe. Typische Metal Gruppen waren (und sind) in den 80ern eher Bands wie Iron Maiden, Saxon, Helloween oder die ganze Thrash Metal Kiste. Gillan ist aus meiner Sicht genau wie Motörhead laut, dreckig und schnell gespielter Rock'n'Roll oder Heavy Rock eben. Aber das sind mal wieder Ansichtssachen, über die man sich streiten kann, weil jeder die Grenze zwischen Hard Rock und Heavy Metal woanders zieht.
      BLESS SUNDAY WITH BLACK SABBATH!

      missusuniverse schrieb:

      Also, ich wüsste nicht, dass Colin Towns jemals was mit dem NDR Sinfonieorchester zu tun hatte.
      Es grüßt die Bekannte :wink:


      Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber ich meine neulich einen kurzen Artikel über ein klassisches Konzert mit dem NDR-Orchester und Colin Towns gelesen zu haben.
      aber vielleicht hat ja die BigBand Beethoven gespielt....
      Danke, dass Du mir den mutigen Vergleich nicht übelnimmst. Aber Ray Fenwick ist ja ein Guter und wo ihr doch denselbsen Friseur habt...!

      [quote='Bombenleger','http://www.deepest-purple.de/index.php/Thread/5048-Ian-Gillan-Band/?postID=41379#post41379'

      Um mal Kalle's These aufzugreifen, daß Gillan teilweise Heavy Metal waren...die Musik auf Mr Universe und späteren Alben war nicht mal ansatzweise Heavy Metal, weil ich unter HM etwas ganz anderes verstehe. Typische Metal Gruppen waren (und sind) in den 80ern eher Bands wie Iron Maiden, Saxon, Helloween oder die ganze Thrash Metal Kiste. Gillan ist aus meiner Sicht genau wie Motörhead laut, dreckig und schnell gespielter Rock'n'Roll oder Heavy Rock eben. Aber das sind mal wieder Ansichtssachen, über die man sich streiten kann, weil jeder die Grenze zwischen Hard Rock und Heavy Metal woanders zieht.[/quote]

      Ja, genau das hier ist der Pudel beigesetzt: Wo ist die Grenze zwischen den Genres. Die "Mr.Universe" und die "Magic" sehe ich auch eher im Hardrock oder Heavy Rock. Aber einige Sachen auf "Future Shock" oder der Song "The Maelström" würde ich schon dem Heavy Metal zuordnen.

      (The Ballad of) The Lucetania Express


      The Maelsttöm


      Aber wie gesagt, die Grenze ist fließend. Einiges von Iron Maiden würde ich eher dem Hardrock zuordnen, so meldoisch ist das....



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      Hallo zusammen,
      ich habe die Scheiben auch alle. Mir gehts da wie Bombenleger - das Ganze ist schon sehr gewöhnungsbdürftig und nix zum neben her hören.
      Da muss man sich doch schon etwas näher mit beschäftigen.
      Die Nachfolgescheiben sind da schon deutlich gefälliger, wobei ich auch der Meinung bin, dass das wenig mit heavy Metall zu tun hat.
      Gruss Hans-Jürgen

      Kalle schrieb:


      Danke, dass Du mir den mutigen Vergleich nicht übelnimmst. Aber Ray Fenwick ist ja ein Guter und wo ihr doch denselbsen Friseur habt...!


      Ach was, Spaß muss sein. Die Haarpracht des Herrn Fenwick hat sich allerdings mittlerweile ziemlich verflüchtigt. Da bin ich besser dran, dafür kann ich nicht so gut Gitarre spielen.
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      keep the freak flag flying!