Tour 2020

      Hätte man, aber das wäre eine etwas naive Vorstellung gewesen, sorry. Wie schonmal gesagt, eine Tour muss auch versichert werden und das heißt i.d.R. für die Bandmitglieder Gesundheitschecks bevor es losgeht. Alle haben Vorerkrankungen, IG und RG waren bzw. sind Raucher und alle sind weit über 65, teilweise sogar fast 75 Jahre alt. Dass in dieser Situation die Versicherungen nicht unbedingt darauf warten eine Band aus 75 jährigen durch Europa zu schicken ist verständlich. Geschweige denn bezweifle ich, dass im Herbst Großveranstaltungen wie Konzerte mit Stehplätzen möglich sein werden.

      KBK hat folgendes dazu veröffentlicht:
      "Momentan arbeiten wir mit Hochdruck an möglichen Nachholterminen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wir bitten euch um Verständnis und Geduld, dass diese außergewöhnliche Situation besondere Maßnahmen erfordert. Lasst uns in diesen harten Zeiten zusammen halten und uns solidarisch zeigen!"


      Viele Grüsse, Jonas 8)

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      Kalle schrieb:

      Naja, die Oktoberdaten hätte man vielleicht noch lassen könnnen.


      Das verwundert mich jetzt auch ein wenig, dass die Konzerte für Oktober abgesagt wurden. ?(

      Edit:
      Ein zweiter Blick auf die Webseite ... noch sind die Konzerte nicht abgesagt.

      KBK: Wir prüfen aktuell ob die Herbst Daten wie gewohnt stattfinden können.
      Dirk


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      purple-dirk schrieb:


      Das verwundert mich jetzt auch ein wenig, dass die Konzerte für Oktober abgesagt wurden. ?(

      Edit:
      Ein zweiter Blick auf die Webseite ... noch sind die Konzerte nicht abgesagt.

      KBK: Wir prüfen aktuell ob die Herbst Daten wie gewohnt stattfinden können.

      Na ja, in Berlin z. B. sind alle Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober (bis jetzt) verboten. Ein Ausweichtermin im November wäre natürlich klasse. Ansonsten würden alle Hallen so aussehen.
      Bilder
      • RAH69.jpg

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      keep the freak flag flying!
      Beitrag im "Hamburg Journal" gerade eben

      Konzertveranstalter vor dem Aus?
      Rund 127.000 Menschen sind bundesweit für Konzert-Veranstalter tätig. Viele davon arbeiten für die zahlreichen Agenturen in Hamburg. Die sind allesamt frustriert, weil sie bisher nur wissen, dass sie bis zum 31. August keine Veranstaltungen organisieren können, und wie es danach weiterlaufen soll, wissen sie ebenfalls nicht. Ihre Herausforderungen sind viele: einerseits können sie nichts veranstalten, andererseits laufen viele Kosten weiter, auch wenn fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits in Kurzarbeit sind. Elf Milliarden Euro setzt die Branche pro Jahr um und ist damit in der gesamten Unterhaltungsbranche Spitzenreiter. Doch die Politik gibt ihnen kein Geld zur Überbrückung, lediglich Clubs werden gefördert trotz massiver Forderungen. Ideen für "abgespeckte" Konzert hält unser Interviewpartner, Jens Michow - Sprecher des Bundesverbandes der Konzertveranstalter und selbst eine Hamburger Größe - für unmöglich. Zu hoch sind die Kosten, um überhaupt ein Konzert mit den Mitarbeitern veranstalten zu können. Nur 50 Prozent der Besucher oder größerer Abstand, Freiluftkonzerte mit weniger Besuchern oder anderer Bestuhlung funktionierten finanziell definitiv nicht. Auch andere Ideen und Konzepte sind schwierig umzusetzen, daher fordert er dringend mehr Hilfe. 30 Prozent der Veranstalter in Norddeutschland stehen sonst direkt vor der Insolvenz. Erschwerend kommt hinzu: Am Donnerstag entscheidet der Bundestag darüber, ob die "Gutschein-Lösung" für abgesagte Konzerte weiterhin toleriert wird. Sollten die Veranstalter die Gutscheine tatsächlich auszahlen müssen, gehen noch mehr Veranstalter definitiv pleite. Jens Michow spricht über Hamburger Veranstalter, die enormen Herausforderungen und Forderungen wie beispielsweise den Stadtpark, Elbjazz und Co.
      keep the freak flag flying!
      Ich finde es absolut legitim, die Frage nach den womöglich nicht mehr korrigierbaren Verwerfungen zu stellen, die entstehen, wenn diverse Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu lange zurückgefahren werden. Konzerte beispielsweise, bei denen die aktuellen Abstandsregeln unmöglich eingehalten werden können, werden, so ist zu befürchten, noch lange Zeit verboten sein. Geht es nach der Apokalyptiker-Fraktion unter den Virologen und Epidemiologen (Drosden, Lauterbach & Co.), wird es noch mindestens zwei Jahre dauern (frühester Termin für eine allgemeine Einführung einer Schutzimpfung), bis solche Veranstaltungen wieder stattfinden dürften. Nur: Wer kann dann solche Veranstaltungen noch wuppen, denn dann gibt es keine Veranstalter mehr? Die Regierungen (Bund, Länder) täten gut daran, nicht mehr ausschließlich auf den fragwürdigen Sachverstand der Apokalyptiker zu setzen, sondern auf jene, die uns klipp und klar sagen, dass die Folgeschäden (auch für die physische und psychische Gesundheit der Menschen) immens größer wären, als sie das Virus jemals anrichten könnte. Rock on! nainallig
      Da ist aber noch ein weiteres Problem.
      Wenn ich weiß, dass das Besuchen von Massenveranstaltungen, dass Risiko erhöhen an Covid-19 zu erkranken, würde ich wohl nicht hingehen. Und so wird es sicherlich vielen gehen.
      Und das nicht nur weil ich mit Übergewicht und Bluthochdruck zur Risikogruppe gehöre.

      Ich denke, es wird lange dauern, so oder so, bis Konzerte wieder gut besucht sind.

      In Flensburg sind trotz geöffneter Läden und nur geringer Infektionszahl (nur noch 1 auf 100.000) die Innenstadt und die Einkaufzentren noch recht leer.

      Die Öffnung des Lockdowns wird hier mit viel Skepsis gesehen.

      Eigentlich ein komisches Phänomen, dass in den Gebieten mit wenig Infektionen (Schleswig-Holstein, östliche Flächenländer) die Vorsicht, Skepsis und die Einhaltung der Abstands- und Maskenregeln höher sind, als in den gefährdeten Gebieten und Ballungszentren.



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      Kalle schrieb:

      Die Öffnung des Lockdowns wird hier mit viel Skepsis gesehen.

      Die Länder können sich aber nicht ewig abschotten und die meisten Menschen kommen mit den jetzigen Einschränkungen ja einigermaßen klar. Ausrutscher wird es immer wieder geben. Ich fahre jedenfalls demnächst an meine heiß geliebte Ostsee. Die Buchung habe ich lange vor Corona gemacht und schließlich bin ich gebürtige Kielerin. :bce:

      Sicherlich muss man besonders vorsichtig sein, wenn man zur Risikogruppe gehört. Gott sei Dank ist mein einziges Manko nur mein Alter was das Risiko betrifft. In eine Halle mit 8.000 Leuten würde ich im Moment aber auch nicht gehen wollen.

      Glenn hat neulich in einem Interview gesagt, dass er so ziemlich der Einzige ist, der am Strand ohne Maske spazieren geht "and please don't shoot me for this". Auch er klagt natürlich darüber, dass er nicht zum Friseur gehen kann und dass seine Haare immer grauer werden.
      keep the freak flag flying!
      Eines ist aber auch klar: Die Angst wurde durch Politik und Medien gezielt geschürt, um die Menschen gefügiger hinsichtlich der immensen Einschränkungen ihres Lebens zu machen - und es funktioniert ja auch wie geschmiert. Massenängste zu schüren, das ist eigentlich das Geschäft autoritärer und diktatorischer Regime (um die Neigung der Untertanen zum Widerspruch zu unterdrücken). Ich halte solche Mechanismen für höchst gefährlich für die Demokratie.

      Und ich habe eine klare Strategie gegen die Angstmacher entwickelt. Seit Mitte März bin ich mehr als 2000 km mit dem Fahrrad gefahren. Viel Bewegung und massenhaft Sonne mitsamt dem Erlebnis des schönen Frühlingserwachens. Letzteres ist gut für die Seele, aber vor allem die Sonne spielt eine entscheidende Rolle. Sie stiftet das für das Immunsystem so wichtige Vitamin D (davon dürfte ich derzeit randvoll gefüllt sein). Wenn ich alles, was ich so aufgegriffen habe, verstanden habe, dann ist die Chance sehr groß, das Virus mit einem gestärkten Immunsystem erfolgreich abzuwehren. Ich kann mir vorstellen, dass das Vitamin D eine sehr wichtige Rolle bei der Eindämmung des Virus spielen kann. Das aber nimmt mir die Angst (die ohnehin nichts besser, vieles aber schlechter machen würde). Wenn ich ein Jahr lang zweimal pro Woche intensiven Sex mit ständig wechselnden Tostedter Frauen hätte (was Gott bitteschön den betreffenden Frauen ersparen möge!!!), dann wäre die Gefahr einer Infektion immer noch kleiner als die Chance auf den Hauptgewinn im Lotto. Vielleicht würde ich derzeit auch nicht in eine Großveranstaltung mit mehreren Tausend Leuten gehen, aber Demon's Eye im Herbst mit einigen Hundert Gästen (falls sich die Infektionswerte in den folgenden Monaten nicht drastisch verschlechtern) könnte ich mir schon vorstellen, auch ohne Impfstoff. Rock on! nainallig
      Dazu von mir ein klares Jein,
      ich glaube nicht, dass die Bevölkerung die (notwendigen) Einschränkungen so mitgetragen hätte, wenn man das Thema in den Medien heruntergespielt oder weniger prominent behandelt hätte. Ich muss mich auch als "Fan" der drastischen bayerischen Maßnahmen outen, ich wohne nicht weit vom mittlerweile allseits bekannten Städtchen Mitterteich entfernt und in den Tagen vor der Ausgangssperre habe ich in der Bevölkerung kaum eine Veränderung wahrgenommen. Kaum war die Ausgangsbeschränkung aber verhängt hat ein Umdenken eingesetzt und es wurde sich an entsprechende Maßnahmen gehalten. Deshalb würde ich das mit der geschürten Angst durch die Medien ein bisschen anders bewerten, viele hatte zu wenig Respekt, von mir aus auch zu wenig Angst vor den Gefahren des Virus. Die Angst ist gekommen als die Politik die drastischen Maßnahmen verhängt hat, was zeigt dass das Grundvertrauen in die Politik hoch ist. Daraus entsteht eine Gefahr für die Demokratie - d'accord - aber ich sehe uns zum Glück weit von einer Situation entfernt, in der die Politk mit Unterstützung der Medien diese Beschränkungen für ihre Zwecke überreizen würde.
      Viele Grüsse, Jonas 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „joni02“ ()

      Ich finde, dass in Österreich politisch zu viel Angst verbreitet wurde. Der Kanzler sprach davon, dass jeder jemanden kennen wird, der an Corona gestorben ist. Davon sind wir (zum Glück) sehr weit entfernt, wobei die Frage ist, wie sehr die Maßnahmen dazu beigetragen haben. Oder relativ hohe Strafen, nur weil z.B. jemand auf einer Parkbank sitzt? Manche Maßnahmen mögen ja ihre Berechtigung haben, aber manches ist sehr fragwürdig, wie z.B. die Mundschutzpflicht, wo es anfangs noch hieß, die Masken bringen nichts bzw. die schützen ein wenig davor, dass der Träger keine andere Person ansteckt. Dann gabs plötzlich Leute, die alles hinterfragt haben, z.B. wie man die Maske beim Aufsetzen berühren darf usw., dsa halte ich für sehr übertrieben und ich glaube auch nicht, dass das in der Praxis so machbar ist, da müsste man ja ständig alles desinfizieren...
      Natürlich habe ich keinen Cent für Masken ausgegeben, sondern zwei Provisorien selbst gebastelt, lediglich zu dem Zweck, aus Geschäften und Zügen nicht rausgeschmissen zu werden. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, auf beide Masken BZA (eigentlich hätte es MBZA heißen müssen) geschrieben - und einige Bakteriologen (ja, die gibt's auch noch) haben mich dafür auch schon gelobt. Die Buchstaben stehen für (Mobile) Bakterienzuchtanstalt). Ach ja, Bakteriologen sind das genaue Gegenstück zu Virologen: Sie schwätzen wenig und schaffen viel. Immerhin haben sie die Pest, die Cholera und die Schwindsucht (Tuberkolose) besiegt, das verdient alle Bewunderung.

      Virologen hingegen rangieren auf der berühmt-berüchtigten, nach unten offenen Hartmut- Mehdorn-Skala (eine Skala des Versagens, je unten desto Versager) so weit unten, dass, wenn ich meinen Kopf an die Stelle dieser Zunft halte, ich nach oben schauen müsste, um die Grasnarbe zu erblicken. Der Grund: Seit etwa 40 Jahren wird die Menschheit auf der gesamten Erde vom HI-Virus geplagt. Haben die Virologen einen Impfstoff in dieser langen Zeit entwickelt? Nö! Haben sie denn wenigstens ein Medikament entwickelt, das fast alle AIDS-Kranken wieder gänzlich gesund macht (HIV negativ)? Nö! Von einem einzigen vollständig geheilten AIDS-Patienten wurde kürzlich berichtet. Ein bisschen wenig in 40 Jahren, finde ich. Mir von solch einer Medizinerzunft auch noch Angst einjagen lassen, so weit kommts noch - nicht mit mir! Rock on! nainallig

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „nainallig“ ()

      Man sollte immer davon ausgehen, dass man mit den Masken nicht sich, sondern den anderen schützt.
      Das heißt, dass der, der sie ablehnt, damit leben muss, dass er jemanden ansteckt, der wiederum vielleicht einen Älteren ansteckt, der daran stirbt.
      OK, man kennt ihn ja vermutlich nicht.

      Die Masken sind selbstverständlich kein 100 % Schutz, aber wenn sie nur 20 % den anderen schützen, ist schon etwas erreicht. Sie waren Voraussetzung für die Lockerungen.

      Aber JEDER Tote ist einer zuviel.

      Auch in diesem Forum - und das ist normal - wird es Leute geben, die den Virus ernst nehmen, und offensichtlich solche, die an Verschwörungstheorien oder Übertreibungen glauben.
      Ich befasse mich sehr stark mit dem Thema, verfolge alle Nachrichten im TV und Internet und hinterfrage auch. Interessiere mich auch für die Argumente derjenigen, denen es zu weit geht. Einige mit Unvernunft, andere mit vermeintlich guten Argumenten.

      Natürlich kann man es wie der Tübinger Oberbürgermeister halten und sagen, "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“

      Aber die nachgewiesenen, wissenschaftlichen Zahlen sagen etwas anderes. Studien haben gezeigt, dass viele der Toten vermutlich noch durchschnittliche 10 Jahre gelebt hätten. Die Übersterblichkeitsstatistiken sind eine sehr sachliche Aussage.

      Allein mehr als 40 Tote in einem Wolflsburger Altenheim, oder 15 in einem Heim in Rümpel in Schleswig-Holstein. Das ist nicht normal. In New York werden die Toten mittlerweile in Massengräbern auf Hart-Island verscharrt. In USA mittlerweile 78.000 Tote, davon 36.000 alleine in New York.

      Wer da noch von einer normalen Grippe spricht, hat sich nicht wirklich mit dem Thema befasst.

      Deutschland und Österreich sind in der Gesamtlage nur so gut, weil wir relativ früh und strikt die die Maßnahmen eingehalten haben. Österreich war sehr früh und hat sehr gute Zahlen. Das ist aber kein Freifahrtschein.
      Gute Übersicht:
      gisanddata.maps.arcgis.com/app…740fd40299423467b48e9ecf6

      Die zweite Welle wird nach den sehr frühen Lockerungen kommen, wenn es dannn wieder zu Beschränkungen kommt, wird der Jammer groß sein.

      Die andere Seite:
      Die wirtschaftlichen Aspekte werden uns alle treffen: Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Pleiten, Preissteigerungen (ja, die werden kommen), Tourismusprobleme, Alltagseinschränkungen, besonders wenn man schulpflichtige Kinder hat. Steuererhöhungen werden kommen. Keine Veranstaltungen.
      Alles wirklich ganz, ganz schrecklich.
      Aber wiegt dass die Toten auf? Und kann man nich mal ein Jahr durchhängen?

      Ich persönlich bin noch sehr wenig von den Maßnahmen betroffen. Vielleicht ist daher meine Sicht etwas einseitiger, ja vielleicht auch etwas objektiver.

      Dass auch die Politiker nicht alles richtig machen und mal zu stirkt, mal nicht strikt genug sind, das ist zum einen normal und zum anderen subjektiv.
      Sicherlich sind auch einige Sachen nicht auf ersten Blick nachvollziehbar oder anscheinend wilkürlich (800 m² Grenze, Keine Gottesdienste, zu frühe Lockerungen, um nur einiges zu nennen).

      Ich finde, dass da im Moment parteiübergreifend, sehr viel richtig gemacht wird. Und obwohl ich kein CDU-Wähler bin, finde ich, dass auch die Kanzlerin zu Zeit einen sehr guten Job macht, für den sie auch andere Nationen mit Recht bewundern.

      Leute, befasst euch bitte einmal richtig mit dem Thema.
      Mein Sohn wollte dieses Jahr mit dem Wohnmobil in die USA, alles gebucht, seit drei Jahren geplant, Riesenvorfreude.
      Mittlweile sagt er sich, will ich da jetz wirklich hin oder kann ich ein Jahr warten?

      Ich habe keine Panik. Gehe auch an die Ostsee, treffe Bekannte draußen mit Abstand und mit Maske. Aber ich werde versuchen, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Für mich und für alle anderen.

      Hans-Jürgen, gerne würde ich einmal etwas von den Bakteriologen lesen, die Du nennst. Wobei ich nicht so recht weiß, was Bakteriolgen mit Viren zu tun haben?!
      Aber das, was Du schreibst, klingt irgendwie wie eine genrelle Abrechnung mit der Wissenschaft. Was hat den jetzt die Suche nach Aids-Medikamenten mit dem Thema zu tun? Leider ist auch Krebs oder Herzinfarkt nicht heilbar. Leider gibt es auch da noch keine Medikamente, trotz jahrzehntelanger Suche. Aber liegt dass an den Wissenschaftlern?
      Wir sind alle unterschiedlich krank oder gesund. Der ein kommt prima mit Homöopathie klar, der andere muss, um zu überleben starke Medikamente nehmen.
      Ich gebe Dir aber Recht, dass mehr Geld investiert werden muss, um solche Seuchen (auch Aids) zu heilen.

      Ein persönliches Beispiel:
      Meine Schwägerin und liebe Freundin war 40 als sie an Brustkerbs gestorben ist. Sie hat einen 10 jährigen Sohn, meinen Neffen, hinterlassen.
      Sie hatte einen noch relativ kleinen, bgrenzten Tumor, die Ärzte haben ihr geraten, diesen zu entfernen. Heilungschance nahezu 100%.
      Das hat sie abgelehnt ("ich lasse icht na mir rumschnippeln"). Sie hat auf Homöpathen und Naturkuren vertraut. Sogar Wunderheilern glaubte sie ("mein Blut lief aus seinen Händen, wirklich!").
      Die Naurmediziner haben Ihr auch gesagt, dass sie alles richtig macht. Nach nicht einmal 6 Monaten war sie tot. Der Tod war so qualvoll und schmerzhaft, dass sie sich die letzen Tage doch an Ärzte gewandt hat. Den mittlerweile sehr großen Tumor, der jetzt überall gestreut hat, konnten sie nicht mehr entfernen, aber mit Morphium ist sie jedenfalls annährend menschlich, wenn auch der Welt entrückt, eingeschlafen. Mit 40!

      Nun, jedem das Seine.
      H.-J., wenn Du für Dich meinst, den richtigen Weg gefunden zu haben, versuche jedenfalls andere zu schützen. Als Alterspräsident kann man auch ein wenig weise sein.

      PS: Ich mag Dich trotzdem sehr :) .
      Unterschiedliche Meinungen sind dazu da, um sie zu haben.



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      Dazu fällt mir noch folgendes ein, dass es heuer in dem Bundesland, wo ich wohne, 26 Grippe-Tote gab und damit mehr als Corona-Tote (nämlich 10).
      Aus dieser Sicht und auch in Anbetracht der aktuell nur mehr sehr geringen Anzahl an Infizierten in einigen Gebieten, finde ich gewisse Maßnahmen überzogen. Ich habe nichts gegen Abstand...im Gegenteil, aber in der Praxis schrumpft dieser, sobald die Massen wieder unterwegs sind in den Einkaufszentren usw. Und die wichtigen Maßnahmen wurden nicht oder zu spät gesetzt und Tirol hat es aus österreichischer Sicht negativ damit in die Schlagzeilen geschafft.
      Ja, Österreich ist da wirklich Vorreiter. Top. Aber nur durch die frühen, strengen Regelungen.
      Respekt auch an Kanzler Kurz, vor dem ich immer ein wenig Vorbehalte hatte (zu jung).

      Ich kenne mich mit den österreichischen Bundesländern nicht so aus, aber wenn es in Deinem Bundesland so ist, dass die Zahl der Grippe-Toten höher ist als die der Corona-Toten, kommen diese "on top"! Also 36 Viren-Tote.

      Die nächste Frage, die sich mir stellt ist: Wie viele der 26 Grippe-Toten haben sich regelmäßig impfen lassen bzw. hätten mit einer Impfung überlebt? Für Corona gibt es leider dieses Jahr noch keine Impfung.
      Ich bin seit meiner Kindheit jedes Jahr zur Grippeimpfung und habe festgestellt, dass ich noch nicht an Grippe gestorben bin :thumbsup:

      Auch in Deutschland ist es so, dass einige Bundesländer (Schleswig-Holstein, Meck.Pom, Sachsen-Anhalt und Wolfsburg ausgenommen sogar Niedersachsen) postiv auffallen. Hamburg, das Ländle (Baden-Württemberg) und Bayern weniger.

      Da stellt sich tatsächlich die Frage, ob man nicht unterschiedlich nach Bundesländern handeln sollte. Das würde aber auch eine strikte Schließung des Bundeslandgrenzen bedeuten. Auch könnte dann die Forderungen kommen, es auf Landkreise, Städte, Straßenzüge herunterzubrechen.

      Aber die länderspezifisch unterschiedlichen Maßnahmen würden zu noch mehr Unzufriedenheit führen.

      Eine wirkliich sehr, sehr schwere Aufgabe für die Politiker.

      Das Wichtigste ist, dass die Bürger die Abstandsregeln einhalten (ja, leider auch den Maskenschutz), wo möglich Home-Office etc. Dann sind Lockerungen auch wieder möglich und auch sinnvoll.

      Aber leider werden die Abstandsregeln ohne Verbote oft nicht eingehalten. Habe neulich gerade drei Gurppe mit Jugendlichen gesehen, die miteinander abhängen. Wie sollst Du es denen erklären? Das Alter ist weit weg. Information und Vernunft sind nur etwas für Erwachsene und die sind sowieso spießig.

      C'mon - so waren wir früher auch.

      Mal sehen, was die Lockerungen mit sich bringen. Das Ergebnis sehn wir in 14 Tagen.



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      Anfangs bei der Ausgangsbeschränkung waren es im meinem Umfeld vor allem die älteren Leute, die täglich ein und aus gegangen sind, also genau jene, die eher zur Risikogruppe gehören. Wie gesagt, man wird sowieso nicht alles verhindern können, ich glaube, viel lässt sich durch etwas Abstand und Rücksicht bewirken. Momentan im Supermarkt werden die Abstände nicht mehr so genau eingehalten, auch kein Wunder, wenn die Schlange mindestens 10 Meter nach dem Kassenbereich zurückreicht.
      Aber ich gebe dir recht, dass es sicherilch schwierig ist, politisch die richtigen Eintscheidungen zu treffen bzw. die Balance zwischen zu streng und zu locker zu erreichen. Der Kanzler hat sicher einige Sachen gut entschieden, aber diese Angstmacherei hätte man sich sparen können und das Zeichnen von düsteren Zukunftsaussichten in der neuen Normalität usw.
      ich lebe in BaWü und finde die getroffenen Maßnahmen in Ordnung und nachvollziehbar. (BaWü war mit Bayern und NRW sehr stark betroffen)
      Für mich bedeutet es, ich bin seit Ende März in Kurzarbeit. Ok, die rumsitzerei nervt, aber wenn damit höhere Krankheits- oder noch schlimmer Sterbequoten verhindert werden konnten - damit kann ich leben. Ich trage auch in geschlossenen Räumen eine Maske, fühle mich aber sehr beim Atmen eingeschränkt, noch dazu bin ich Brillenträger, laufe zur Zeit halb blind durch die Läden, weil die Brille so anläuft.

      Was ich wirklich vermisse, sind Besuche bei meiner Familie (leben in einem anderen Bundesland) und die regelmäßigen Umarmungen, die in meinem Umfeld zur Tagesordnung gehören. Und auch die Treffen in Lokalen oder zu Konzerten.

      Ich hoffe und wünsche, dass die Lockerungen keine weitere sehr viel heftigere Welle nach sich ziehen.
      Ich komme ja aus der Stadt, die in Deutschland viele Maßnahmen eher als andere eingeführt hat (Quarantäneregelungen für Rückkehrer aus anderen Bundesländern, Schließung von Geschäften, Maskenpflicht in ÖPNV, Shops und Betrieben). Aber die Statistik gibt im Nachhinein recht (Fälle in einer Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern):



      (Der neue Fall diese Woche wurde im Nachhinein zurückgenommen, da mehrere Nachtests negativ waren.)
      Der Whitesnake-Archivar: twitter.com/JoergPlaner