Wer schrieb die besseren Riff's? Blackmore oder ...äääh... Blackmore?

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      Oh ha, was für eine auf's Glatteis führende Frage oder mit anderen Worten: Man kann da ganz schön auf's Brett kacken. Dennoch wage ich ein Statement: Nie war Blackmore so wertvoll wie bei Deep Purple.
      ... ist so ähnlich wie bei den Beatles. Ringo Starr, George Harrison und besonders John Lennon als nicht zuletzt Workaholic Paul McCartney schufen auch nach dem Split des vierköpfigen Monsters Grandioses, Bleibendes und hatten unvergessliche Momente.
      Nun will ich hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, doch meiner Meinung nach verhält es sich bei Ritchie ähnlich. Selbstverständlich hat er auch nach seinen Ausstiegen sowie während des achtjährigen Deep Purple-Breaks Großartiges auf den gitarristischen Weg gebracht und Großes in die Welt gesetzt. Manches zweifelsohne besser, als anderes mit Deep Purple. Solcherlei Wechselerscheinungen liegen wohl einfach in der Natur der Sache. Trotzdem – ohne sein Gesamtschaffen herabzuwürdigen – finde ich seine Beiträge für die Purpler im Gros einfach prägender, treffender, schlicht zumeist mit dem gewissen Etwas, dem gewissen Touch ausgestattet.
      Klar, es mag daran liegen, dass Deep Purple gegenüber den Solo- und Bandprojekten eben das absolute und unauslöschliche Ding sind, aus dessen Schatten herauszutreten ein schwieriges Unterfangen ist. "Smoke On The Water", "Child In Time", "Highway Star" und wie sie alle heißen sind halt von einer stärkeren Präsenz. Selbstverständich bedeutet bekannter nicht in jedem Fall besser, aber mit der grandiosen Band hat Ritchie Blackmore meiner – wenn auch laienhaften Ansicht nach – die überzeugenderen Kracher abgeliefert. Ich will damit nichts Herabwürdigendes über Rainbow oder andere Projekte aus dem Hause Blackmore ins Feld führen, jedoch ist dies meine Meinung.
      Man darf im gesamten Œuvre des Herrn Blackmore getrost konstatieren, dass er bei Rainbow als auch seinem Nachtdingens der Herr und Meister ist, er gab/gibt den Ton an, bestimmt, was läuft. Darin liegt wohl der Hund im Pfeffer begraben, denn so vehement er seinen Kopf bei den Purpurnen durchzusetzen suchte, war er nicht der absolute Macher und musste sich seine Meriten mittels bandinterner Grabenkriege, welche man auch konstruktive Konkurrenz nennen kann, hart erkämpfen und trieb sich so zu Höchstleistungen in Form genialer Gitarrenriffs, die ihn unterm Strich für meine Person in der purpurnen Kapelle überzeugender, klassischer machen.
      So, nu is aber vorerst genug gelabert. Bin ohnehin der erschreckend unmusikalischste Mensch auf diesem Planeten. Deshalb: Nicht alles so bierernst nehmen oder auf die tonkünstlerisch-philosophische Goldwaage legen, was ich so von mir gebe.

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      Es ist gar nicht abwegig, wie Du das siehst.
      Natürlich kommt hinzu, dass bei Rainbow Blackmore der Chef war und bei DP der Anteil der anderen an den Songs sicherlich größer war.

      Aber das Video zeigt sehr großartig, wie viele geniale Riffs überhaupt mit den beiden Combos geschrieben wurden.

      Obwohl... der Riffmeister bleibt wohl Tony Iommi.







      ...I See A RAINBOW Rising...
      ...Today Is Only Yesterdays Tomorrow...