Das nächste Album

      Ja, und wenn da tatsächlich Keybaords sind, dann sind es heute nur irgednwelche Sythe-Klänge als Sound-Matsch-Teppich.
      Ich mag es am liebsten wenn das Verhältnis von Keyboard zur Gitarre ausgeglichen ist und der Keyboard auch einmal die Möglichkeit hat, Orgel, Klavier und Cembalo einzusetzen. Und auch gerne schön Stereo, so dass man die Instruemente auch unterscheiden kann, ohne genau hinzuhören.

      Es darf nur nicht zu sehr ins Prog gehen. Und da muss sich Don manchmal ein wenig in acht nehmen bei Deep Purple.
      Das lag aber auch daran, dass auch Steve gerne einmal etwas proggig ist.

      Daher hoffe ich ein wenig, das Don und Simon etwas rockiger und bluesiger werden. Ich war lange nicht mehr so gespannt auf ein DP Album - mit allen ehrlichen Respekt zu den letzten vier DP-Alben, die alle den Namen "Deep Purple" verdient haben.

      Natürlich weiß ich, dass einige gerade die "proggigigeren" Sachen mögen - aber manchmal klang es schon ein wenig nach ELP - bis Gillan's Stimme kam.



      Sweet CHILD IN TIME....
      see the blind man shooting at the world...
      Nun ja, da ist immer noch der mittlerweile vierte Beatle, äääähem, der sechste Purple: Bob Ezrin - der ja auch für Pink Floyds größte Erfolge verantwortlich war (was natürlich ein großes Plus ist). Die sind ja nun nicht Hardrock. Und auch Lou Reed und Peter Gabriel strotzen nicht von Power.

      Allerdings hat er auch Kiss produziert und immer noch Alice Cooper unter seine Fittiche, der ja immer noch starke Hardrock-Alben macht.

      Wünschen würde ich mit Martin Birch - aber der ist ja leider nicht mehr da...
      Interessant wäre eine Zusammenarbeit mit Rick Rubin.

      Aber Bob wird schon das richtige machen, das zu der Band in der derzeitigen Form passt.



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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kalle“ ()

      Kalle schrieb:

      Es darf nur nicht zu sehr ins Prog gehen. Und da muss sich Don manchmal ein wenig in acht nehmen bei Deep Purple.
      Das lag aber auch daran, dass auch Steve gerne einmal etwas proggig ist.

      Das Element des Progressiven hat DP stets von einer zu simplen Rockmusik à la AC/DC und von vielen Heavy Metal-Bands unterschieden. 'Progressiv' steht zuallererst darin, viele und sehr unterschiedliche Musiktraditionen in den eigenen Kanon einzubinden. Das ist zumeist ganz ausgezeichnet gelungen. Unter anderem deshalb höre ich DP immer noch häufig und gern, AC/DC aber nicht die Bohne. Rock on! nainallig
      Hm, ich fand gerade den Prog auf den letzten 3 Alben gut :D
      Da haben sie richtig schöne, auch risikofreudige und innovative Songs hervorgebracht, was ich ihnen gar nicht mehr in dem Maße zugetraut hätte. Ich denke da an A Simple Song, Above And Beyond, Uncommon Man, Time For Bedlam, All I Got Is You, The Surprising, Birds Of Prey, Nothing At All, Man Alive und so weiter. Gar nicht mal, weil ich so ein großer Prog-Fan wäre (tatsächlich haben mich erst Deep Purple auf Now What?! auf die Spur gebracht, sich auch mal mit Genesis oder Yes zu beschäftigen :) ), sondern weil das für mich der Trademark für Mk8 geworden ist. Rocken konnten sie auch, aber da haben sie sich für mich weniger von Mk7 abgesetzt.

      Auf Simons neue Einflüsse freue ich mich natürlich trotzdem, es ist jetzt eben wieder eine andere Band und das mach Deep Purple doch auch aus! So wie Simon spielt, stelle ich mir eine härtere und aggresivere Gangart vor, vielleicht auch wieder mit etwas mehr Blues. Ich stelle mir das auf jeden Fall interessant vor.

      Auf Ezrins neue Rolle bin ich auch gespannt. Ich glaube Ezrin hat 2012 Don als treibende Kraft und Steve, durch seinen stark verzerrten und raumnehmenden Rhythmus-Sound, in gewisser Weise als Bremser hinsichtlich schneller und "leichter" Songs identifiziert. Er hat dann 3 Alben lang relativ konsequent den Raum für die Gitarre begrenzt, um den Songs mehr "Luft" zu geben. Auf Now What?! hat das gut funktioniert, aber besonders auf Whoosh! hat er es für mich übertrieben mit einer nicht nur sehr leisen, sondern auch noch basslastig grummelnden Gitarre. Insgesamt hat er aber Steve spielerisch deutlich besser in das Soundgefüge integriert, als das vorher der Fall war.
      Ezrin ist schlau genug, mit Simon eine Neubewertung vorzunehmen und Simon als den Treiber zu sehen, der ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gitarre auch mit Ezrin auf dem nächsten Album deutlich prominenter vorkommen wird als bisher.
      Eine Zusammenarbeit mit Rick Rubin wäre natürlich auch sehr interessant, ein sehr natürlicher, erdiger und unverfälschter Klang wäre dann zwangsläufig.
      Gute Ausarbeitung Jonas und absolut richtig - auch wenn ich gerade, trtz eheblicher Qualität, mit Songs wie "Above and Beyond", "Uncommon Man" oder "The Surprising" leichte Schwierigkeiten habe, weil ich auch nach wie vor mit Genesis, ELP oder Yes nichts anfangen kann....

      Aber - und auch das hast Du gut beschrieben. Genau DAS ist das besondere an Deep Purple.

      Sie haben sich nie wiederholt und haben immer wieder neue Seiten gezeigt.

      Von Beat, Klassik-Rock Mix, fast schon frühen Heavy Metal, Hardrock, Bluesrock, Soul, Funk, Mainstream, AOR, Progrock mit Anklängen von Country, Rock'n'Roll, "Liedermaching", Rhythm'n Blues, Rap-Anleihen und vielen weiteren Ausflügen blieben sie immer Deep Purple.

      Das unterscheidet sie auch wohltuend von Größen wie Black Sabbath oder Led Zeppelin. Es gibt nicht "DEN" Deep Purple Sound.
      Zwar wird immer wieder die Kombination von Orgel und Gitarre beschrieben, aber da gab es noch einige Bands mehr.

      Ich höre oft, die Band klingt wie "Led Zeppelin" oder wie "Black Sabbath", aber nie die Band klingt wie "Deep Purple".

      Genau darum sind Alben wie "Book Of Tayliesyn", "Stormbringer", "Slaves & Masters" und "Turning To Crime" für mich echte Deep Purple Alben.

      Ich freue mich auf ein neues Kapitel Deep Purple.



      Sweet CHILD IN TIME....
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      Die Aussage stimmt - klingt nach Deep Purple - hab ich fast nirgends gehört in meinem Umfeld oder in s g Fachkreisen ..... hauptsächlich liegt das aber an der dominanten Spielweise der Orgel im Hammond Sound, welches Hardrock war und nicht zuviel progressiv..... Jon Lord eben......
      Und da die Hammond auch bei Whitesnake mehr u mehr in den Hintergrund geriet war das - klingt wie Deep Purple weg. Die doppelten Gitarren a la Maiden, Judas, Leppard usw kamen.
      Wenn heute Keyboard ist dann als Untermalung- fast schon Filmmusik ähnlich oder zuviel Gedudel a la Dream Theater und bei denen leidet das Songwriting.....
      Airey ist froh das Er bei Purplegelandet ist und nicht wieder bei AOR rainbow
      Hallo Kalle,
      im Prinzip deckt sich meine Einschätzung... nur in einem Punkt würde ich dir widersprechen.
      Trotz aller Abwechslung, was ich an dieser Band unendlich schätze, und wo sie auch ein Alleinstellungsmerkmal haben, gibt es ihn doch ... den Deep Purple Sound.
      Sie wiederholen sich eigentlich nie, aber egal welche Besetzung angetreten ist, man hört, dass es Deep Purple ist. Die haben, um das vielleicht etwas zu präzisieren, nicht unbedingt den DP -Sound, aber auf jeden Fall den DP - Stil, den man erkennt, egal welche Platte es ist. Das ist auch gut so.
      Gruss Hans-Jürgen
      Ich gehe mit euren Aussagen voll mit - ergänze den Purple Sound aber mit der Stimme von Ian Gillan, welche nicht zu kopieren ist und damit erkennbar, mit der DP Band ( in wechselnder Besetzung ) den Deep Purple Sound/Stil kreiert. Somit - wie "hst.net" richtig schreibt, ein Alleinstellungsmerkmal hat.
      Rückblickend waren somit die Besetzungsänderungen, einhergehend mit den Neubesetzungen, Glücksfälle - im Sinne von "sie haben sich nie kopiert". Die Auflösung 1976 bis zur Reunion 1984 waren für die dann weitere Entwicklung von DP, mit den gesammelten Erfahrungen in anderen Bands, Richtungsweisend bis heute.
      Von 1968 bis heute ist DP, wie schon mal geschrieben, für mich ein Gesamtkunstwerk ohne Vergleich. Über so einen langen Zeitraum - immer wieder einen neuen Sound zu kreieren und doch nach DP zu klingen - ist denen zu verdanken, die in die Fußstapfen von Lord, Blackmore und Evans getreten sind - und neuerdings von Morse ( was aber noch nicht Albumtechnisch beurteilt werden kann - live aber mit Bravour ).
      Keine leichte Aufgabe für Ezrin - DP Album Nr. 23 einen neuen Sound zu verpassen. Es wird mit Sicherheit gelingen und nach Deep Purple klingen.
      Ich finde, dass beim zweifellos trotz aller Besetzungswechsel bestehendem "Deep-Purple-Sound" Ian Paice nicht oft genug gewürdigt werden kann. Natürlich ist das eine ziemlich simple Folgerung, da er ja nie ausgestiegen ist, aber die Art, wie Ian Paice swingt und ein "rollendes" Fundament erzeugt, ist absolut charakteristisch. Der Unterschied fällt mir persönlich immer bei Coverbands auf, die instrumental so gut sein können wie sie wollen, aber den eindeutig erkennbaren Beat nicht hinbekommen.
      Ian Paice - absolut richtig ! Das Schlagzeug-Genie seit 1968 - eine weitere Superlative.
      Zudem sind DP live immer noch "State of the Art" !

      Ergänzend dazu, als jpg Bild angehängt ein Beitrag von Hansi Kürsch von Blind Guardian im aktuellen Mint Heft " Metal on Vinyl" - 55 Seiten großes Spezial !
      Ich hoffe, ihr könnt es gut lesen.
      Bilder
      • HKDP.jpeg

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      Amen zu fast allem, was hier vor mir geschrieben worden ist!

      @ Kalle: Roger (der mit dem Bass) hat mir mal von einem Interview erzählt, in dem er gefragt wurde, weshalb sie denn kein neues 'Highway Star' schreiben würden.
      Seine Antwort darauf war: "Weil wir es bereits geschrieben haben!"
      Ich denke, das verpackt in einem Satz so ziemlich, was die Band ausmacht. Sie wiederholen sich nie, und klingen trotzdem immer wie sie selber.

      Aber ich kann dich beruhigen. Wenn die Titel, die ich bereits gehört habe, am Ende auf dem Album landen, dann wird es mehr Rock und weniger Prog sein.
      Be what you are, I tell myself
      And myself tells me we can't be anybody else
      @ Monika.
      Rogers Antwort ist absolut super.
      Ein schwäbischer Musiker (Alexander Köberlein von Schwoißfuaß) die Ende der 70ger Jahre den Hit "Oinr isch emmr dr Arsch" (Für Nordlichter: Einer ist immer der Arsch)
      geschrieben haben wurde auch mal in einem Interview gefragt warum sie nicht einen weiteren Song in diese Richtung bringen würden.
      Seine Antwort darauf..... Wenn man einen Hit mit "Oinr isch emmr dr Arsch" geschrieben hat, macht es wenig Sinn darauf einen Titel mit z.B. "oinr isch emmr dr Seggl" zu schreiben...... wie recht er hatte.....
      Gruss Hans-Jürgen