Hughes Interviews

      Hughes Interviews

      In der letzten Zeit habe ich sehr viele Interviews gelesen, die mehr oder weniger nach Schema F gestrickt waren: Wie ist BCC zusammen gekommen, wie wird die nächste Scheibe, was ist mit dem Buch.
      Hier sind mal 20 Fragen und Antworten mit Glenn der etwas persönlicheren Art:

      northamptonchron.co.uk/lifesty…for_glen_hughes_1_2702489
      keep the freak flag flying!
      Eine Seltenheit aus den 80ern - ein Interview mit Glenn. Es stammt aus der Zeit, als er mit John Norum in Schweden gearbeitet hat.
      Aus dem Archiv des Metal Hammer 8/1988.
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      keep the freak flag flying!
      ​How come Rod Evans is nominated and Nick Simper is not. That's weird, isn't it?


      :2up:

      Halbstündiges Interview mit Glenn über die HOF und mehr, ihm ist wohl langweilig zuhause. Fängt an bei 11:50, die Hunde geben auch ihren Senf dazu.

      bravewords.com/news/glenn-hugh…audio-interview-streaming
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      keep the freak flag flying!
      Ein neues Interview mit Glenn. Ich habe es mir noch nicht angehört, nur das, was die beiden Moderatoren am Anfang über ihn sagen. Sie meinten ganz trocken, dass er eigentlich schon tot sein müsste, wenn man in seinem Buch über seinen früheren Lebensstil liest.

      http://platinumrockradio.com/focus-on-metal-glenn-hughes/

      Was interessant ist: Die Seite beobachtet den Live Traffic Feed (weiter unten rechts). Als ich heute Morgen über GH.com den Link aufgerufen habe, stand dort, wir haben einen Besucher aus Hamburg und von welcher Seite er gekommen ist. Ein paar Stunden früher gab es dort einen Besucher aus Palos Verdes. Da Glenn ja dort wohnt, nehme ich an, er wollte sich den Beitrag noch einmal anhören.
      keep the freak flag flying!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „missusuniverse“ ()

      Wirklich ein sehr gutes Interview. Glenn ist nachdenklicher, als ich ihn eingeschätzt habe. Das Working-Class-Milieu im London der Nachkriegszeit hat offenbar viele großartige Musiker hervorgebracht. Die Umstände, unter denen sie lebten, erlaubte keinen 'Plan B'. Wenn dir dein Vater eine Gitarre kauft, die er dann 2 Jahre lang abstottern muss, kannst du nicht einige Monate später sagen: "Ach, war ja gut gemeint, aber nun habe ich es mir anders überlegt und will doch lieber Fliesenleger werden". Diese durch soziale Umstände erzwungene Endgültigkeit einer solchen Entscheidung hat meiner Meinung nach eine erhebliche Rolle dafür gespielt, dass so unheimlich viele Musiker, die um 1945 herum in London geboren wurden, richtige Spitzenmusiker geworden sind. Dank deshalb an Glenn für diese Interviewäußerungen. Nur eines sollte er nicht tun: den heutigen Sänger von DP mit Rogers Tochter verwechseln. Rock on! nainallig

      nainallig schrieb:

      Das Working-Class-Milieu im London der Nachkriegszeit hat offenbar viele großartige Musiker hervorgebracht.Rock on! nainallig


      Nicht nur London, auch aus Nordengland stammen großartige Musiker. Glenn wurde in Cannock geboren, Tony Iommi in Birmingham.

      nainallig schrieb:

      Nur eines sollte er nicht tun: den heutigen Sänger von DP mit Rogers Tochter verwechseln. Rock on! nainallig


      Da muss ich Glenn aber mal entschieden in Schutz nehmen. Er weiß sehr wohl, wie der Sänger von DP richtig heißt. Es sind einige Fehler in dem Interview, was aber an demjenigen liegt, der es geschrieben hat.
      Nur ein Beispiel:

      ​Robert: I’m not familiar with the story of how you got into Deep Purple, did you have to auction?

      Glenn Hughes: I never auditioned



      Ja, auch die englische Sprache hat so ihre Tücken.
      keep the freak flag flying!
      Warum, so frage ich, lässt man Journalisten an ein Thema, die darüber schreiben wie der Blinde vom Sehen? Ich selbst habe da auch schon eine kleine Erfahrung gemacht. Ich hatte für das "Hamburger Abendblatt" im Vorfeld des DP-Konzerts in Hamburg einen Artikel geschrieben. Natürlich wurde er nicht gedruckt, aber kurze Zeit später meldete sich der für diese Dinge Verantwortliche in der dortigen Redaktion und bot mir an, quasi zum Jahresabschluss einen Artikel über mein größtes Konzerterlebnis des Jahres zu schreiben. Ich tat, wie mir aufgetragen, aber was dann im Abendblatt erschien, hatte nichts, wirklich gar nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben hatte. Für das, was da unter meinem Namen letztlich in der Zeitung erschien, müsste ich mich eigentlich bei Deep Purple in aller Form entschuldigen - aber, ich schwöre es!, dafür bin ich nicht verantwortlich. Rock on! nainallig
      Ja, das ist so bei den Schreiberlingen. Die Arbeit machen freie Mitarbeiter mit vollem Engagement, dann kommt der hochbezahlte Redakteur, der sich einbildet den gelieferten Artikel nochmals redigieren zu müssen - für irgendwas wird er ja schließlich bezahlt .
      Da er sich ja vorher auch nur unzureichend oder garnicht mit dem Thema beschäftigt hat, ist kein Wunder, wenn nach dem redigieren häufig etwas rauskommt, was mit der Sache oder dem Ursprungsbericht nur noch peripher zu tun hat.
      Aber so arbeiten nun mal ein Großteil der Journalisten.
      Yvonne, du schreibst, dass auch aus Nordengland Musiktalente in Hülle und Fülle kommen. Das ist natürlich richtig, aber auch da handelte es sich oft um Stadtteile mit ausgeprägten proletarischen Milieus. Ian Gillan, glaube ich, hat einmal geäußert, dass ihm die Bluesmusik der Schwarzen in den USA, die ja von den Nachfahren der Sklaven dort entwickelt wurde, schon als Kind deshalb so gut gefiel, weil die Lebensumstände, die Blues-Songs oft beschreiben durchaus den Lebensumständen englischer Jugendlicher in den 50er Jahren ähnlich waren. 'Tua res agitur' - hier wird deine eigene Angelegenheit verhandelt, das hat sich bei englischen Jugendlichen wohl damals recht verbreitet in die Seelen eingeschweißt. Warum, frage ich, war dieser Effekt in England so verbreitet, in Deutschland aber nicht? Denn proletarische Milieus gab es in deutschen Großstädten auch - aber heraus kam (böse gesprochen) nur ein Grönemeyer. 10 Jahre später zeigte sich dann ja, dass auch die Jugend in Deutschland - wenigstens in Teilen - zum Aufruhr gegen etablierte ungeliebte gesellschaftliche Strukturen fähig war, aber in den 50ern war davon herzlich wenig vorhanden. Rock on! nainallig

      nainallig schrieb:

      10 Jahre später zeigte sich dann ja, dass auch die Jugend in Deutschland - wenigstens in Teilen - zum Aufruhr gegen etablierte ungeliebte gesellschaftliche Strukturen fähig war, aber in den 50ern war davon herzlich wenig vorhanden. Rock on! nainallig


      Kein Wunder - so kurz nach dem Krieg wollten die Leute endlich wieder Spaß haben, sich was gönnen und die Wampe vollhauen! Der Aufstand gegen das sog. Establishment kam doch erst mit den 68igern so richtig in Schwung.
      Ich war Anfang der 70er auch so ein richtiges Hippie-Exemplar, mit Indien-Hemden, Schlapphut und besticktem Ziegenfellmantel, der, wenn er nass wurde, so furchtbar stank, dass ich ihn auf den Balkon hängen musste. Wäre ich auch nur 5 Jahre älter gewesen, ich wäre bestimmt in eine Kommune gezogen.
      keep the freak flag flying!
      Ich glaube musikalische Talente gab es in Deutschland auch genug.
      Ich denke die englischen Songs waren von der Sprache her einfach interessanter. Das ist wohl auch unserer Besatzung nach dem krieg geschuldet. Deshalb hat sich das Ganze mehr auf den Englischsprachigen Raum konzentriert. Deutsche Rockmusik wollte wahrscheinlich niemand hören.
      Als kleine Empfehlung: " Birth Control " - Deutsche Band englisch gesungen - etwas speziell aber über die Zeit sehr interessant.
      Gruss Hans-Jürgen
      Natürlich habe ich etwas übertrieben - Satire darf eben alles, wenn Herr Erdogan mal wegschaut. Ich selbst bin bis heute ein großer Frumpy-Fan. Die göttliche Inga Rumpf verfügt bis heute über eine absolut überragende Stimme. Was ich aber sagen wollte: In der Dichte, in der sich Jugendliche in England gerade aus den Arbeitermilieus in den 50er und frühen 60er Jahren dafür entschieden, Musiker zu werden, fand das in Deutschland nicht statt. Was nicht heißt, dass es in Deutschland nie eine konkurrenzfähige Rockmusik gab. Außer Frumpy natürlich Birth Control, zeitweise Amon Düül II - dazu eine recht beachtliche Jazzrock-Szene (Dauner, Doldinger, Kühn, Weber, etc, pp.). Kraftwerkn gehört nach meinem Geschmack übrigens nicht dazu - das ist einfach nie meine Welt gewesen. Rock on! nainallig
      Mit Kraftwerk konnte ich auch nichts anfangen. Amon Düül II hat ein paar Lichtblicke, kommt meiner Meinung nach aber an Birth control nicht ran. Bei Amon Düül hören sich die meisten Songs irgendwie drogengesteuert an. So richtig Saloonfähig ist das für mich nicht.
      Das sieht mit Guru Guru, die ja aus der gleichen Zeit stammen und auch immer noch touren, ähnlich aus. Krautrock lässt grüßen
      Gruss Hans-Jürgen

      hst.net schrieb:

      Ja, ja , das Auge ist mit Die Uschi war schon ne hübsche.... aber da war ich noch zu jung


      Die Uschi ist auch heute noch fesch anzusehen. In dieser Generation gibt's halt pfundige Weibsbilder und nicht solche Püppis wie Paris Hilton... :mhhh:

      Glenn wird die Urne mit der Asche seines Vaters in seinem Garten beisetzen. Ich wette, da gibt es schon einen kleinen Hundefriedhof. Mit Sicherheit wird er auch seine Mutter zu gegebener Zeit nachholen. Macht ja auch Sinn, dann hat er seine kleine Familie bei sich, denn in England wird er nie wieder leben.
      keep the freak flag flying!