Deep Purple Tour 2026

      Allen, die heute in Ulm sind viel Spaß!

      Ich war gestern in Coburg dabei und bin mit etwas gemischten Gefühlen heimgefahren.
      Einerseits war ich absolut beeindruckt von Ian Gillans Gesangsleistung, der so unglaublich kraftvoll gesungen hat, dass es ein Fest war ihm zuzuhören. Seine Stimme war so klar, schneidend und dominant wie schon lange nicht mehr, wozu sicherlich auch der perfekte Sound beigetragen hat.
      Andererseits war ihm anzusehen, wie sehr er sich gequält hat. Dass ein Deep Purple Konzert für ihn Hochleistungssport ist und man ihm das auch ansieht, ist ja schon immer so. Aber gestern war er körperlich offensichtlich nicht ganz auf der Höhe. Er hat das Mikro meist auf dem Mikroständer gelassen und sich oft damit abgestützt. Gerade am Anfang des Konzerts hat er sich bei Highway Star und Into The Fire mehrfach total verausgabt, sodass er nach Luft ringend einige Takte aussetzen musste. Ich hatte deshalb am Anfang die ehrliche Befürchtung, dass er das Konzert nicht durchhält.
      Nach dem Gitarrensolo wurde es deutlich besser, aber es blieb dabei, dass Ian wesentlich angestrengter und weniger zu Scherzen aufgelegt war als sonst. Ich hoffe, dass er einfach nur einen schlechten Tag hatte, denn mir hat es anfangs wirklich keinen Spass gemacht, ihn so leiden zu sehen. Andererseits war das Resultat wie gesagt saustark und ich schwanke seit gestern Abend zwischen absoluter Ehrfurcht vor seiner Stimme und der Frage, ob er das auf Dauer so durchhält, denn dieses Jahr steht bekanntlich noch viel auf dem Programm...
      Vielleicht wäre es auch eine Idee, den ersten Block mit Highway Star, Hard Lovin' Man und Into The Fire etwas umzugestalten und stimmenfreundlicher zu machen.

      Jenseits davon war es ein sehr gutes Konzert mit einer schönen ausgewogenen Setlist, die sich aber nicht von den vergangenen Konzerten unterschieden hat. Meine stille Hoffnung, auch Guilt Trippin', meinen Favoriten unter den 3 neuen Singles, live zu hören, wurde zwar nicht erfüllt, aber dafür hat mir Diablo außerordentlich gut gefallen. Generell war der Mittelteil mit Arrogant Boy, Lazy Sod, Lazy, When A Blind Man Cries und Diablo für mich der stärkste Teil des Abends. Lazy Sod wirkt mittlerweile wie ein Klassiker und funktioniert live einfach hervorragend. Lazy ist im Konzert immer ein Highlight und Ian Gillan hat hier ein paar Gesangslinien spontan verändert, was mir sehr gut gefallen hat. When A Blind Man Cries ist in dieser Besetzung sowieso ein Gänsehautmoment und letztlich das "Solo" für Ian Gillan. Besonders gefreut hat mich, dass es nach dem Keyboard Solo mal wieder Rapture Of The Deep gab, dass ich live noch nie gehört hatte und was super gepasst hat. Was für ein toller Song! Auch Dons Synthesizer/Keyboard Solo fand ich zum ersten Mal seit Langem nicht zu lang und ich muss mich schon sehr wundern, dass ich als quasi-Altbayer das Lied der Franken im Solo herausgehört habe, die echten Franken um mich herum aber nicht :D

      Nach dem Hauptset kam Ian Paice zur Bühnenkante und gab seine Sticks an einen vielleicht 10 jährigen Jungen in der ersten Reihe. Noch cooler wurde es einige Sekunden später, als Simon McBride plötzlich vor der Bühne aufgetaucht ist und dem Jungen auch noch seine Gitarre geschenkt hat! Sowas habe ich bisher noch nie gesehen und ich bin immer noch begeistert. Vlt. sollte ich mich auch mal in die erste Reihe stellen :D
      Die Zugabe wurde um Guinessis erweitert, was ich seit gestern Abend als Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf bekomme, obwohl ich bisher nicht so angetan von dem Song war. Nach den obligatorischen Hush und Black Night war dann Schluss.

      Insgesamt war es wieder ein starkes Konzert. Der Sound war glasklar und die Band qualitativ nach wie vor hervorragend. Diese Mischung aus Hardrock, absoluter Virtuosität und bluesigen bis jazzigen Einflüssen kriegt man halt nur bei Deep Purple. Mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie viel mehr als ein Rockkonzert man bei Deep Purple bekommt. Mal schauen ob ich im Herbst in Nürnberg doch nochmal vorbeischaue und hoffentlich hält Ian Gillan das Jahr so durch...
      Ich war auch in Coburg, wir standen von der Bühne aus links. Bei Highway Star hatte ich das Gefühl das es sich um ein technisches Problem mit dem Mikro gehandelt hat, war zumindest mein Eindruck. Wenn man die tropischen Zustände berücksichtig war es meiner Meinung nach ein super Konzert. Das einzige was mir gefehlt hat war Perfect Strangers. Aber es stimmt schon es kommen ja noch viele Konzerte dieses Jahr
      Das mit der Gitarre hat Simon auf seiner Facebook Seite angekündigt.

      Er wird auf dieser Tour 2026 insgesamt drei oder vier Gitarren verschenken, einfach an zufällig ausgewählte Konzertbesucher. Als Dankeschön für den Support den er und die Band erfahren.
      Be what you are, I tell myself
      And myself tells me we can't be anybody else
      Hallo zusammen,
      wir waren gestern in Ulm,
      Die Eindrücken von Jonas kann ich nur bestätigen.
      Der Sound war brillant und Gillan war echt klasse bei Stimme.
      Echt der Hammer wie das der Mixer immer wieder hinbringt.
      Dass die Aktion bei über 35 Grad max anstrengend ist , ist selbstredend.
      Wenn man schon als Zuschauer schauen muss, dass der Kreislauf durchhält,
      dann muss man max. Respekt zollen, was die Herren da auf der Bühne leisten.
      Die Setlist war die gleiche, die Solis haben sich zu der letzten Tour deutlich verändert.
      Nur Glover war Kameratechnisch etwas unterbelichtet, und ein kleines Solo
      seinerseits wäre doch schön gewesen.
      Es war ein Klasse Konzert, mit genialem Sound in einer sehr angenehmen Lautstärke,
      in einer entspannten Atmosphäre. Was will man mehr.
      Da muss ich mir doch ernsthaft überlegen ob man noch so ein Hallenkonzert im Spätjahr mitnehmen sollte.
      Gruss Hans-Jürgen
      Ich war gestern Abend in Ulm dabei und fand das Konzert wahnsinnig gut! Ohne jetzt groß ins Detail zu gehen, kann ich die Eindrücke der anderen betätigen. Außer die von Jonas beschriebenen "Anstrengungen" von Ian Gillan. Natürlich hat man es ihm angesehen, dass er alles geben muss, aber er hat das prima gemeistert. Überhaupt die Band, mit den geänderten Solis, ihrer Spielfreude, die Videotechnik auf den Leinwänden und der glasklare Sound und das Publikum machten das Konzert zu einem echten Highlight. Berührung fand ich das von Ian nach dem eigentlichen Konzert gesungene Nachtlied, das war ganz kurz und ich hatte den Eindruck, es war spontan. Ich habe es bei den vorangegangenen Konzerten noch nie gehört.
      Vor dem Konzert habe ich mich mit Günther in Ulm getroffen und wegen der Hitze sind wir auch erst relativ spät auf dem Konzertgelände angekommen. Die Vorband haben wir dann nicht gesehen... Was dann etwas ungewöhnlich war, das war der Front Of Stage-Bereich, der hat gefühlt mindestens die Hälfte der Gesamtzuschauerfläche eingenommen, wir hatten dann aber trotzdem einen guten Platz. Ich werden noch ein paar Bilder einfügen, hoffentlich funktioniert das mit dem Smartphone...
      Ein kleines Forumtreffen gab es nach dem Konzert, von rechts nach links: Roger, Günther und ich. Schön war's.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Tute“ ()

      Wie ihr ja seht, war ich auch dabei - logisch, ist Ulm (Wiblingen) auch ohne meinen DP-Fahrer Roger prima und schnell mit der DB zu erreichen. Ich kann meinen Forums-Freunden, die ich hier noch mal alle Grüße, voll zustimmen. Die Band spielte einen Gig von herausragender Qualität. Herausheben darf ich natürlich Ian Gillan: er ist in atemberaubender Verfassung - Alter - Hitze - Reisestrapazen …scheinen ihn noch zu beflügeln. Seine Stimme bleibt weiterhin zum Niederknien schön. Dass er sich anstrengen muss - ich habe ihn nie anders erlebt. Jeder Gig ist für ihn wie wenn es der erste wäre. Auf der Videowand in riesiger, nicht farbechter Vergrößerung sieht es dramatischer aus. Simon scheint ihm aber, seit ich ihn zum ersten Mal in Mainz sah, enorm viel Energie zu geben, das sich dann auf die ganze Band überträgt. Wie schön - Tilo schrieb es - war der kurze, kleine unplug-Beitrag zum Ende. Gänsehaut - ein Novum aller meiner DP-Gigs.

      Bei so einem Freudenfest noch Forumsmitglieder zu treffen, rundete den Tag - den Abend - zu einem großartigen Deep Purple-Ereignis ab.

      Danke hier noch an Tilo, der mich nach dem Gig in Ulm zu einem Bier einlud und wir unsere DP- und Fußballleidenschaft ( Magdeburg - VFL Bochum ) austauschen konnten. Chapeau !!
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      Ich habe mir mittlerweile einige Videos aus Mönchengladbach und Ulm angeschaut und da ist Ian deutlich agiler und weniger angestrengt unterwegs als das in Coburg der Fall war.
      Demnach war Coburg wahrscheinlich einfach ein etwas schlechterer Tag für ihn, der vielleicht auch der Hitze geschuldet war. Wobei er wie gesagt so stark gesungen hat, dass es gesanglich vielleicht sogar sein stärkstes Konzert meiner persönlichen Deep-Purple-"Karriere" war.

      Das spontante Abschlusslied ist ja mal megastark! Das gab es in Coburg nicht, also scheint das wirklich spontan gewesen zu sein. Ich hatte mich schon gewundert, was der Journalist in der verlinkten Kritik hiermit meinte:

      "Mit „Black Night“ und dem Blues-Klassiker „Goodnight Irene“ verabschiedeten sich die Weltstars unter tosendem Applaus"
      Nachtrag zu Ulm bezüglich des Geländes und des Veranstalters.

      Gebucht hatte ich ja "Front of Stage“ oder „ Golden Circle" - (Goldig war das keineswegs).

      Um ca. 13.00 Uhr war ich am Kloster und konnte unbeschwert auf das Veranstaltungsgelände. Soundcheck der Vorgruppe - erster Eindruck: Staubtrockener Schotteruntergrund und welche eine große "Front of Stage" Area. Die Konzentration lag jetzt aber beim Soundcheck und der freudigen Begrüßung von 2 Forums Fans - sowie der Begegnung mit Musikern aus England, welche neben der Bühne standen.

      Am Abend dann, als ich nach dem Einlass das Gelände betrat - gegen 19.00 Uhr - kurz zum Merch und dann zu den Catering Angeboten am Ende des Geländes. Rappelvolles Haus - das macht Laune, dass die Band immer noch einen so hohen Zuspruch erhält.

      Beim Einlass "Front of Stage" realisierte ich dann, wie groß dieser Bereich wirklich ist, wenn er voll ist. Extrem voll. Das war bisher so nie der Fall. In dieser Kategorie hatte man bisher immer sehr viel Platz und war sehr schlank gestaltet. Der Abstand zur Bühne enorm. Ich/wir machten uns keine Freunde bei den schon anwesenden, als wir uns ein wenig der Mitte zu orientierten. Schon allein durch meine 187 cm Größe hat dann auch eine Frau gleich mal - verständlich - gemeint „du willst doch jetzt hier nicht stehen bleiben".


      Lieber Veranstalter: Was soll das denn bitte !! Gerne zahle ich noch ein paar Euro mehr, habe dann aber wirklich einen Mehrwert und den Rest des Geländes dann auch etwas teurer, um auf die Kosten zu kommen.

      Dass kaum jemand von den Securities wusste, wo es denn Wasser zum Nachfüllen gab und keine Hinweise aufgestellt wurden ( zumindest habe ich nichts gesehen), wo ich denn den Wasserhahn finde. Ach ja, ganz am Ende des Geländes durch die Menge quälen, 10 min. vor Konzertbeginn - dort muss es sein. Die freundliche Verkäuferin am Getränkestand freute sich, als ich nach Wasser fragte und mir für den Becher 8,- € abnahm (inkl. Pfand - das ich dann aber einem wartenden am Ende des Konzerts gerne schenkte - 30 Minuten Wartezeit für 3,- € war mir zu viel ). Ich verstehe, dass die Catering-Betriebe lieber selbst Getränke verkaufen wollen, als dass ich kostenlos Wasser abzapfe. Aber dann sollte der Veranstalter dieses Service nicht so ankündigen. Sowie auch Front of Stage so gestalten, dass "kleinere" Menschen die Möglichkeit haben, sich einen Standort zu suchen, um freie Sicht auf die Bühne zu haben - mit ein wenig Bewegungsfreiheit. Dafür zahlt man ja auch gerne mehr.

      Diesen Beitrag habe ich bewusst extra geschrieben, um den phantastischen Eindruck des Gigs nicht ins Negative zu bringen.